Samstag, September 30, 2006

de

Demut, die. Gilt westlich des Atlantiks als überholt. Beim Trauern um ehemalige Gebäude wird zwar ständig Gottes Hilfe ersehnt (god bless america, oh my god, Jeeesus !,by god wir kriegen euch), die Gelegenheit einfach mal zu akzeptieren, dass man den Kürzeren gezogen hat (bzw. die beiden Kürzeren), wird dann aber doch lieber in Dankbarkeit an die tapfere Feuerwehr umgelenkt - und in Territorialkriege. Siehe auch →Fahne, die.









Demuth, der. Sportmoderator beim saarländischen Rundfunk. Hat mit Amerika jetzt wirklich gar nichts zu tun.

Donnerstag, September 28, 2006

do - dr

Donut, der. Die amerikanische Zwischenmahlzeit zwischen den Zwischenmahlzeiten. Darf nach dem Reinheitsgebot für Teigringe nur aus den Zutaten Zucker und Fett hergestellt werden und passt daher bestens in das US-Nahrungsprofil.

Drive-thru. Eigentlich ist thru ja gar kein Wort, zumindest kein echtes. Da sich hinter Drive-thrus aber fast immer Nahrung verbirgt bleibt ja praktisch keine Zeit mehr das Wort ganz zu lesen, weil das Hirn schon auf Verdauung umgeschaltet hat. Neben Nahrung kann der Amerikaner aber auch noch andere Nützlichkeiten beim thrufahren einkaufen, etwa bei Walgreens - einer drive-thru Apotheke. Dort kann sich jeder, auch die Polizei, die Tabletten gegen Cholesterin und Überfettung im Sitzen abholen und spart damit den müßigen Gang in ein Gebäude, was letztlich ja auch der Sicherheit aller dienlich ist.

weiter co - cu

Countrymusik, die. Sehr irreführender Begriff, da es sich hierbei nicht um Musik im europäischen Verständnis handelt. Mit größer und flacher werdenendem Land geht auch die Musikkultur langsam den Bach runter. Nach 300 Meilen gerader Landstraße durch Maisfelder ist man schließlich bei Countrymusik gelandet. Den eigentlichen Sinn dieser Tonkompositionen hat noch niemand wirklich durchschaut, es handelt sich aber wohl um eine Melange aus Verfolgung Fremder mit Mistgabeln und Tanzen zu Gewehrschüssen.


Couric, Katie. Amerikanische Nachrichtensprecherin, die von der Kühlerhaube jedes Busses Passanten anlächelt. Ist in Wirklichkeit aber eine gut getarnte Königskobra die Kinder zum Frühstück ißt. Auf keinen Fall darf auch nur einem ihrer Worte Glaube geschenkt werden, die Folgen wären grausam und dumm.

Dienstag, September 26, 2006

co - cu

Cowboy, der. US-amerikanischer, einfacher Arbeiter, der völlig zu Unrecht als Symbol für Freiheit, Abenteuer und Marlboro angesehen wird. Ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Kuhhirte, der es, wie uns die neuere Filmgeschichte lehrt, auch mal rektal angehen lässt. Tritt vereinzelt auch in Europa auf:


Cutest Baby Contest, der. Wettbewerb bei →Wal Mart, bei welchem amerikanische Babys nach oooh-Faktor katalogisiert werden. Hierbei werden vorbeiziehende Kunden gebeten, in die zugehörige Dose kleinere Geldbeträge zu werfen, um über ein "the richest - the cutest"-System einen Sieger zu küren. Der Erlös kommt nach Marktangaben einem guten Zwecke zu, ist in Wiklichkeit aber das Startkapital für das Siegerkind und wird in Form von Botox-Gutscheinen ausgezahlt.


bro - brü

Brot, das. Hat nichts mit dem gleichnamigen deutschen Produkt zu tun. Ein amerikanisches Brott besteht zu mindestens 100 % aus weißestmöglichem Weizenmehl, welches für etwa 20 Sekunden gebacken wird. Eine längere Backzeit könnte zu einer Kruste führen, welche der Amerikaner in seiner Nahrungspräferenz etwa mit Ziegelsteinen gleichsetzt. Vorsicht vor augenscheinlich dunklem Brot: Hierbei handelt es sich um Süßwaren! Seit der Erfindung des geschnittenen Brotes kann in den USA kein Brot mehr am Stück abgesetzt werden - dies würde als Schritt zurück in die Steinzeit betrachtet und damit in der Belibetheit dem Krustenbrot gleichgesetzt. Will man selbst einen Backversuch unternehmen, so erhält man kostengünstig die Brotmaschine aus dem Glas:


Brüste, die.
Beim amerikanischen Weibchen Ausdruck von Fruchtbarkeit und Paarungsbereitschaft, beim Männchen Ergebnis übermäßiger Zufuhr hormongetränkter Hackbuletten und Steaks. Sind dem Männchen erst einmal Brüste gewachsen, muss es diese schnellstens eintüten. Hierzu bedient es sich der Dessousabteilung des →Wal-Marts, wo es scheu umher springt. Nur wenigen Forschern ist es bisher gelungen diesen Fruchtbarkeitstanz auf Bildern festzuhalten.

Montag, September 25, 2006

be - bie

Beruf, der. Ein Land mit derart vielen Einwohnern hält natürlich auch eine ganze Palette an unterschiedlichsten Betätigungsmöglichkeiten bereit. Da der Durchschnittslohn bei etwa 0,2 Cent liegt ist es dem amerikanischen Arbeitgeber möglich, Berufe einzuführen, auf die in Europa niemand käm; hierzu zählen unter anderem Winker auf Kreuzungen zusätzlich zu Ampeln, Begrüßer in Fastfood-Läden, Colanachschenker, Ranger etc. Außerdem kann die in Europa seit der industriellen Revolution übliche Substitution von Menschen durch Machinen übergangen werden, da selbst einfachste Werkzeuge wie der Schilderständer höhere Kosten verursachen als eine Arbeitsstunde. Schilderhalter ist mitunter der beliebteste Beruf: Auf Straßenbaustellen gibt es Arbeiter mit beidseitig bedruckten Schildern (stop und slow zur Auswahl), die die Baustellenampel ersetzen, Werbeschilder werden häufig durch eine (still stehenden) menschlichen Ständer interessant gemacht.



Bier, das. Nennt sich nur so, ist aber in Wirklichkeit ausgekochter Waschbärkadaver. Besonders heimtückische Exemplare sind Budweiser, Michelob und Pabst. Letzteres schmeckt wie es heißt. Probleme bereitet außerdem der Umstand, dass keine Kneipe ein Haubier hat, man also ständig zwischen 17 unterschiedlichen Bieren wählen muss. Einfach auf den entsprechenden Zapfhahn zeigen kann unangenehm enden, denn auch Cidre kommt in Amerika vom Fass. Selbst im Fortgeschrittenen Alter ist die Herausgabe eines Personalausweises ständig erforderlich, sonst gibt´s nur Limo. Es kann außerdem nur dazu geraten werden Flaschenbier zu trinken, ein typisches Fassbier sieht nämlich wie folgt aus:

Sonntag, September 24, 2006

bib

Bible-Outlet, der/die/das. Nur eines ist dem Amerikaner wichtig als Fettiges: die →Religion. Um diese nach allen Regeln der Kunst ausleben zu können, befarf es einiger Zutaten, die allesamt der Bible-Outlet bereit hält. Von kunstvoll bedruckten Fun-Shirts (nicht zu verwechseln mit "→Bier formte diesen wunderschönen Körper") bis zu Bibeln für jedes Alter, von Jesusfanseinsbekundungs-Aufklebern fürs Auto bis hin zu jeglichem erdenklichen (christlichem!) Nibbes kann man dort preisbewusst und reichlich einkaufen.




Samstag, September 23, 2006

af - am

Amerika. Flaches Land westlich des Atlantiks, welches früher als Strafgefangenenlager Europas diente, sich im Laufe der Jahre aber zu einem Paradies für Fettleibigkeit, Grillgut- und Specksüchtige entwickelte und heute hauptsächlich vom Export von Freiheit und Demokratisierungskriegen lebt. Wird im Folgenden näher beschrieben.

Afghane, der. Bezeichnet im allgemeinen einen wuscheligen Hund mittlerer Bauart. Im Amerikanischen können durch falsch gewählte Bezeichnungen allerdings leicht Irritationen entstehen. So bezeichnet der englische Rubber eben auch keinen Radiergummi, sondern ein fickificki-Accessoir. Ebenso verhält es sich mit dem Afghanen: Diesen aus gegebenem Anlass in den Staaten bitte stets "freedom dog" nennen.


American Pie. Teeniefilm, in dem Schauspieler solange peinliche Situationen erleben, bis sie auch im wahren Leben der Heterosexualität entsagen und Ranger in einem Nationalpark werden, um dort deutsche Touristen durch Lincolns Wohnhaus zu führen.

Donnerstag, September 14, 2006

neueres von drüben



Nur damit das klar ist: Dieses Bild gibt´s nur, weil ich mich inmitten der ganzen Burger-Junkies so sportlich-dünn fühle. Trotzdem: Die Bildunterschrift muss lauten: "Der alternde James Bond steigt aus dem Lake Michigan". Soweit die wöchentliche Lebensmeldung, ab übernächstem Wochenende dann alles über Burger, Ultrachristen, Jesus-Funshirts, Butter, 6-reifige Autos, Waffenlobbys usw...

Freitag, September 08, 2006

neues von drüben


Ein Glück hab ich "supersize me" nie gesehen, denn so kann ich mich ganz der kulinarischen Viefalt Amerikas hingeben. Mein bisheriges Lieblingsfrühstück bestand aus 3 Eiern, einer Schale Zuckeräpfeln, einer Schale Grießbrei, einer Schale Schinken mit Fett, zwei weichen Brötchen, Butter, mehr Butter, Marmelade, Kaffee sowie einem ausgewachsenen Rindersteak. Heute abend hatte ich einen Collosal-Burger (s.o.), in dem sogar ich meinen Meister gefunden habe. Wie man am oberen Bildrand erkennt steckt inmitten des Essens ein Messer, welches der Stabilität des Berges dienlich war. Die Flasche Heineken zur Rechten zeigt ungefähr, wenn auch nur unzureichend, die Größe der Nahrungsration - es handelte sich hierbei nicht um einen Quarter-Pounder, dies hier war ein Quattro-Pounder. Und hier übertreibe ich nicht im Geringsten.
Vom Essen abgesehen ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wunderschön und wird für etwa 10 Monate auf dieser Seite thematisiert werden. Aber erst wenn ich wieder zurück bin - sonst lässt man mich höchstens nach Kuba ausreisen.